Sechs Trends, wie Luxusmarken Videowerbung einsetzen

Online-Bewegtbild boomt: In allen wichtigen Prognosen wird Video im Netz als einerder entscheidenden Treiber der Branche gesehen, allein in den USA wird Videowerbung laut E-Marketer bis Ende 2016 einen Umsatz von 9,6 Milliarden US-Dollar genierieren. Unter dem Titel “Once upon a Time, Storytelling Luxury Brands in the Video Age” identifiziert eine Studie des Vermarkters Teads, was User von Luxusmarken erwarten – und wie die Werbungtreibenden die Trends umsetzen.

1.TRADITION

Online-Bewegtbild eignet sich hervorragend, um die Zielgruppe emotional mit der Tradition und Geschichte einer Luxusmarke vertraut zu machen. Konsumenten können so hinter die Entstehungsgeschichte einer Marke schauen und erfahren, welche Menschen dahinterstehen. Ein Beispiel ist die neunteilige Serie “Inside Chanel” mit insgesamt über 31 Millionen Views.

2. HANDWERK

 

 

 
Mit Online-Video können die Rohmaterialien in Szene gesetzt werden, wie beispielsweise die Edelsteine bei Van Cleef & Arpels oder das hochwertige Leder bei Hermès. Zudem kann die Handwerkskunst in den Vordergrund gestellt werden – das zeigt das Beispiel der Uhrenmarke IWC, die bei ihrer achtteiligen Serie auf eine durchschnittliche Interaktionsrate (Kommentare, Likes, Shares) von 39 Prozent kommt.

3.BESONDERE ANLÄSSE

Jubiläen oder Feiertage sind wiederkehrende Anlässe, die Luxusmarken eine gute Gelegenheit geben, die Konsumenten mit ihren Kampagnen zu verzaubern. Das Weihnachtsmärchen von Cartier generierte im vergangenen Winter etwa über 6 Millionen Views.

4. TÄGLICHER LUXUS
Online-Videos können zeigen, wie Luxusmarken den Alltag der Verbraucher verschönern und geben Tipps, wie sie Produkte innerhalb kürzester Zeit optimal nutzen können. Diese Tutorials nutzen mittlerweile diverse Marken, darunter Guerlain, Chanel und Lancôme.

5.Pause von der Realität


Luxusmarken können mit Online-Videos den Konsumenten eine Art Pause-Knopf bieten, der die Zeit anhält oder verlangsamt, wie das Video “The Big Leap” von Lacoste zeigt. Der Film der französischen Agentur BETC Paris erreichte 21 Millionen (kurze Version) beziehungsweise 3,5 Millionen Views (lange Version).

6.Hinter den Kulissen

Anders als in traditionellen Werbespots, in denen Unternehmen ein nahezu makelloses Bild von sich zeichnen, können sich Marken Online etwas entspannter geben. User erhalten so einen Einblick in spontane Momente, beispielsweise hinter den Kulissen eines Drehs oder Backstage bei einer Modenschau. Den 13-minütigen Chanel-Film von der Herbst-Winter-Show 2014/15 sahen über eine Million Menschen.

Quelle: Horizont.net